Produkte für rechtwinklige Kraftübertragung

ATEK bietet eine umfangreiche und vielseitig einsetzbare Produktpalette sowie Lösungen für den Getriebebau und die Getriebeentwicklung im Bereich rechtwinklige Kraftübertragung. Durch unser modular aufgebautes Baukastensystem sind wir in der Lage, schnell maßgeschneiderte Getriebe in höchster Qualität für alle antriebstechnischen Herausforderungen zu liefern.

Bestellungen bei ATEK

ATEK Getriebe sind in vielen Varianten lieferbar. Bei der Erstbestellung eines Getriebes wird von uns eine eindeutige Artikel-Nummer festgelegt. Bei Folgeaufträgen reicht die Angabe unserer Artikel-Nummer, um exakt die gleiche Getriebeausführung nachzubestellen.

Rechtliche Einordnung

Die Getriebe sind „unvollständige Maschinen“ im Sinne der Maschinenrichtlinie. Sie sind für den europäischen Markt konzipiert. In Drittstaaten sind die jeweiligen Bestimmungen zu beachten. Das Getriebe darf erst dann in Betrieb genommen werden, wenn gegebenenfalls festgestellt wurde, dass die Maschine in die das Getriebe eingebaut werden soll, den Bestimmungen der Richtlinie 3006/42/EG entspricht.

Hypoidgetriebe

  • Dynamisch, leistungsstark, kompakt
  • Gehäuse aus Aluminium
  • Hypoidverzahnte Radsätze
  • Achsversatz zwischen An- und Abtrieb
  • Wartungsfrei
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Edelstahlgetriebe

  • Notox Schmierung
  • Oberfläche RA < 0,8
  • Kundenspezifische Befestigungs-Gewindebohrungen
  • Spritzschutz geschützt
  • Typenschild geätzt
  • Edelstahl Werkstoff
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Getriebemotoren

  • Typ VLM - Typ VL mit Motor / Typ SLM - Typ SL mit Motor
  • Nenn-Übersetzungen: i = 1:1 bis 6:1 (VLM) / i = 5:1 bis 83:1 (SLM)
  • Maximales Abtriebsmoment 2310 Nm (VLM) / 13.720 Nm (SLM)
  • Leistungen von 0,12 bis 30 kW (VLM) / 0,18 bis 35 kW (SLM)
  • IEC-Normmotor
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Radsätze

  • Spiralverzahnte Kegelradsätze
  • Hochwertige Schneckenradsätze
  • Übersetzungen: i = 1:1 bis 83:1
  • Maximales Abtriebsmoment 13.720 Nm
  • Verzahnung Modul von 0,8 bis 12,5 mm
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Unser Motto lautet Vmax ...
und nicht nur in Bezug auf die Drehzahl unserer Produkte

Drive

Unser Markenzeichen: Ausgezeichnete Lieferfähigkeit

Leistungsfähige Logistik: Hohe Teile-Verfügbarkeit bei uns und unseren Partnern

Schnelle und nahezu jederzeitige Erreichbarkeit

Know-how

Verwirklichung unseres hohen Qualitätsanspruches durch ausgewählte, hochspezialisierte Zulieferfirmen und qualifiziertesund erfahrenes Mitarbeiter-Team

Unsere Prozesse sind stetigen Monitorings unterzogen

Unser Managementsystem ist zertifiziert

Performance

Ob Standard- oder Spezialanfertigung, Wartung oder Beratung
… Ihre antriebstechnische Aufgabenstellung ist unsere Herausforderung!

Wir setzen Maßstäbe in puncto Zuverlässigkeit, Dynamik und hoher Präzision

Wir stehen für langjährige Partnerschaften, Loyalität und Vertrauen

Allgemeine Informationen über ATEK Getriebe

Allgemeine Informationen über ATEK Getriebe

23092309„Ein Getriebe ist ein Maschinenelement, mit dem Bewegungsgrößen geändert werden. Mitunter spielt die Änderung einer Kraft oder eines Drehmomentes die entscheidende Rolle. Die zu ändernde Bewegung ist oft eine Drehbewegung.“ (Wikipedia)

Bei ATEK finden Sie Winkelgetriebe der nachfolgenden Typen, die die Richtung einer Drehbewegung um 90° umlenken, und wenn gewünscht auch die Drehzahl und das Drehmoment ändern.

Kegelradgetriebe – Typen

L Miniatur
V mit freien Wellenenden
VS die durchgehende Welle ist schnell-laufend
VL vorbereitet für den Anbau eines IEC- Normmotors
VLM komplett mit IEC Motor
VC vorbereitet für den Anbau eines Servomotors

Hypoidgetriebe – Typen

H Mit freien Wellenenden
HC vorbereitet für den Anbau eines Servomotors

Schneckengetriebe – Typen

S mit freien Wellenenden
SL vorbereitet für den Anbau eines IEC- Normmotors
SLM komplett mit IEC Motor
SC vorbereitet für den Anbau eines Servomotors

Bezeichnungen

VERWENDETE BEZEICHNUNGEN

Antrieb

Als Antriebswelle wird die Welle des Getriebes bezeichnet, der Energie zugeführt wird.

Bezeichnung der Getriebeseiten

Die 6 Flächen der Getriebegehäuse sind mit den Nummern 1-6 benannt. Sie kennzeichnen die Befestigungsseite und Einbaulage.

Die 6 Flächen der Getriebegehäuse sind mit den Nummern 1-6 benannt. Sie kennzeichnen die Befestigungsseite und Einbaulage.

Befestigungs-Gewindebohrungen

Alle Getriebe bieten umfangreiche Befestigungsmöglichkeiten an allen Seiten. Die Details dazu finden Sie in den typspezifischen Angaben.

Befestigungsseite

Die Befestigungsseite ist die Seite des Getriebes, an der es mit dem Maschinengestell verbunden wird. Sie ist unter anderem wichtig für die Festlegung der Anordnung der Entlüftungsfilter. Die Details dazu finden Sie in den typspezifischen Angaben.

Einbaulage

Die Einbaulage definiert die während des Betriebes nach unten gerichtete Getriebeseite. Die Information über die Einbaulage wird benötigt für die Beurteilung der Schmierungsverhältnisse und die Festlegung der Anordnung der Entlüftungsfilter und die Ausführung der Wälzlager.

Übersetzungsverhältnis

„Als Übersetzung wird in der Technik eine Vorrichtung bezeichnet, die den Wert einer physikalischen Größe in einen anderen Wert derselben Größe übersetzt, wobei beide Werte in einem konstruktiv festgelegten Verhältnis zueinander stehen.“ (Wikipedia)

Bei den Getrieben wird das Übersetzungsverhältnis [i] definiert als:

templ_abb_formel_groessen_x2

Die übersetzten Größen sind Drehzahl [n] und Drehmoment [T]

templ_abb_formel_uebersetzungsverh_x2

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad [ɲ]stellt das Verhältnis von entnommener zu zugeführter Leistung dar. Die in den Tabellen angegebenen Wirkungsgrade sind erreichbar bei maximal zulässiger Nennleistung im Dauerbetrieb. Sie sind Richtwerte für eingelaufene und betriebswarme Getriebe mit Standardabdichtung.

Wellen-Drehrichtung

Die Wellen-Drehrichtung wird immer vom Wellenspiegel aus in Richtung Getriebemitte gesehen.

Sie wird angegeben entweder „im Uhrzeigersinn“ = UZS oder „gegen den Uhrzeigersinn“ = GUZS

 

 

Korrosionsschutz

GRUNDIERT C1 (STANDARD)

Wenn keine zusätzlichen Angaben erfolgen, werden die ATEK-Getriebe mit einer Grundierung aus Zweikomponenten-Haftgrund auf Epoxidharz Basis ausgeliefert.

Beispiel Bestellbezeichnung: V 090 1:1 E0 -9.9- 700/0000

Getriebeteil Werkstoff Schutz Auftrag
Gehäuse Grauguss 1x Grundierung Schichtdicke > 40 µm
Flansche Grauguss oder Stahl 1x Grundierung Schichtdicke > 40 µm
Wellen 1 C 45 gefettet

Die Schichtdicke des Oberflächenschutzes verändert die in den Maßskizzen definierten Passungen.

Falls Passungen keinen Korrosionsschutz erhalten sollen, teilen Sie uns das bitte mit.

LACKIERT C2

Auf Wunsch können ATEK Getriebe in Standard- und Sonderfarbtönen lackiert werden.
Bitte fragen Sie diese an.
Beispiel Bestellbezeichnung: V 090 1:1 E0 -9.9- 700/C2
Die Schichtdicke des Oberflächenschutzes verändert die in den Maßskizzen definierten Passungen.

Falls Passungen keinen Korrosionsschutz erhalten sollen, teilen Sie uns das bitte mit.

Getriebeteil Werkstoff Schutz Auftrag
Gehäuse Grauguss 1x Grundierung

1x Decklack

Schichtdicke > 80 µm
Flansche Grauguss oder Stahl 1x Grundierung

1x Decklack

Schichtdicke > 80 µm
Wellen 1 C 45 gefettet

LACKIERT C3

Auf Wunsch können ATEK Getriebe mit einem Lackaufbau für den Einsatz in schwefeldioxid-belasteter Umgebung versehen werden.

Bitte fragen Sie diesen an.
Beispiel Bestellbezeichnung: V 090 1:1 E0 -9.9- 700/C3

Getriebeteil Werkstoff Schutz Auftrag
Gehäuse Grauguss 2x Grundierung

1x Decklack

Schichtdicke > 120 µm
Flansche Grauguss oder Stahl 2x Grundierung

1x Decklack

Schichtdicke > 120 µm
Wellen 1 C 45 gefettet

Die Schichtdicke des Oberflächenschutzes verändert die in den Maßskizzen definierten Passungen.

Falls Passungen keinen Korrosionsschutz erhalten sollen, teilen Sie uns das bitte mit.

LACKIERT C4

Auf Wunsch können ATEK Getriebe mit einem Lackaufbau für den Einsatz im salzbelasteten Industrie- und Küstenbereich versehen werden. Bitte fragen Sie diesen an.
Beispiel Bestellbezeichnung: V 090 1:1 E0 -9.9- 700/C4

Getriebeteil Werkstoff Schutz Auftrag
Gehäuse Grauguss 1x Zinkschutz

1x Grundierung

1x Decklack

Schichtdicke >160 µm
Flansche Grauguss oder Stahl 1x Zinkschutz

1x Grundierung

1x Decklack

Schichtdicke >160 µm
Wellen 1 C 45 gefettet

Die Schichtdicke des Oberflächenschutzes verändert die in den Maßskizzen definierten Passungen. Falls Passungen keinen Korrosionsschutz erhalten sollen, teilen Sie uns das bitte mit.

BESCHICHTET (GALVANISCH)

Chemisch vernickelt.
Beispiel Bestellbezeichnung: V 090 1:1 E0 -9.9- 700/KB

Getriebeteil Werkstoff Schutz Auftrag
Gehäuse Grauguss Ni ~30 µm
Flansche Grauguss oder Stahl Ni ~30 µm
Wellen Edelstahl gefettet

ALUMINIUM

Gültig für alle Miniaturgetriebe
Beispiel Bestellbezeichnung: L 045 1:1 E0 -9.9- 700/0000

Getriebeteil Werkstoff Schutz Auftrag
Gehäuse Aluminium
Flansche Aluminium
Wellen 1 C 45 gefettet

BESCHICHTET (ELOXIERT)

Aluminium eloxiert
Beispiel Bestellbezeichnung: L 045 1:1 E0 -9.9- 700/EL

Getriebeteil Werkstoff Schutz Auftrag
Gehäuse Aluminium Eloxal ~10 µm
Flansche Aluminium Eloxal ~10 µm
Wellen 1 C 45 gefettet

EDELSTAHL

ATEK Getriebe können auch in einer Edelstahlausführung geliefert werden.

Beispiel Bestellbezeichnung: V 090 1:1 E0 -9.9- 700/ESA

Getriebeteil Werkstoff Schutz Auftrag
Gehäuse Edelstahl Edelstahl
Flansche Edelstahl Edelstahl
Wellen Edelstahl gefettet

Schutzklassen

Schutzklasse Dichtung
IP 54 (Standard) Standarddichtung NBR; Form A
IP 56 Sonderdichtung Form AS

Andere Schutzklassen sind auf Anfrage lieferbar.

 

Wellenausführung

BAUARTEN

Die Bauarten werden unterteilt nach Drehrichtung und Ausführung der Abtriebswelle.

Einseitig gelagerte Abtriebswelle A0 F0
An-und Abtriebswelle haben den gleichen Drehsinn B0 G0
An-und Abtriebswelle haben einen entgegengesetzten Drehsinn C0 H0
Eine durchgängige Abtriebswelle aus Vollmaterial D0 J0
Eine durchgängige Hohlwelle am Abtrieb E0 K0

VOLLWELLE

In der Standardausführung ist eine Wellenpassung mit dem ISO Toleranzfeld 6 vorgesehen.

Die Passfedernuten der einzelnen Wellen werden bei der Montage zueinander ausgerichtet.
Bedingt durch den Zahneingriff kann es zu Lageabweichungen kommen.

HOHLWELLE

Die Bestellbezeichnung der Hohlwellenausführung ist mit 4 Zeichen kodiert.
Die ersten zwei Stellen kennzeichnen die Bauart.

Bauarten Kraftübertragung An Getriebeseite
E0

E1

K0

K1

K2

K Keilwelle

N Nut

S Spannnabe

P Polygonwelle

5

6

0 = (5+6)

 

STANDARDHOHLWELLE E0N (K0N)

Die Abtriebswelle wird als Hohlwelle mit dem ISO Toleranzfeld 7 ausgeführt werden.
Sie wird dann mit einer Passfedernut nach DIN 6885 Blatt 1 ausgeliefert.
(Bestellbezeichnung E0N, K0N)
Viele Getriebegrößen sind zusätzlich mit vergrößerter Hohlwellenbohrung (Bestellbezeichnung /SH) lieferbar.

HOHLWELLE MIT KEILNABENPROFIL

Die Hohlwellengetriebe können auch mit einer Hohlwelle mit Keilwellenprofil nach DIN ISO 14 geliefert werden.

(Bestellbezeichnung E0K, KOK)

HOHLWELLE MIT SCHRUMPFSCHEIBE E0S (K0N)

Die Hohlwelle mit Schrumpfscheibe ermöglicht eine kraftschlüssige Übertragung des Drehmomentes.
Die Bohrung der Hohlwellen ist zur leichteren Montage abgesetzt und auf der Führungsseite mit einer Bronzebuchse versehen.
(Bestellbezeichnung E0, K0S)

HOHLWELLE MIT POLYGONPROFIL E0 (K0)

Die Hohlwellengetriebe können auch mit Hohlwelle mit Polygonprofil nach DIN 32711 geliefert werden.
(Bestellbezeichnung E0P, K0)

Schmierstoffe

SCHMIERSTOFFE

ATEK Getriebe sind werksseitig mit synthetischen Ölen befüllt.
Speziell für den Einsatz in Maschinen der Nahrungsmittel- und der Pharma-Industrie können die Getriebe optional mit NOTOX-Schmierstoffen (Bestellbezeichnung /NT) geliefert werden, die den Anforderungen nach NSF H-1 entsprechen.
Alle Schmierstoffbezeichnungen und Alternativen entnehmen Sie der Schmierstofftabelle Kapitel 12.4.

Bei Einhaltung der mechanischen und thermischen Grenzleistung ist während der Getriebelebensdauer kein Ölwechsel erforderlich.
Die Lebensdauer der Lager kann um den Faktor 1,5 gesteigert werden, wenn nach den ersten 500 Betriebsstunden und dann alle 5000 Betriebsstunden ein Ölwechsel erfolgt.

 

Radialwellendichtringe

Die Abdichtung der rotierenden Wellen erfolgt durch Radialwellendichtringe nach DIN 3761.

Im Standard kommt die Bauform A aus dem Werkstoff NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk) zum Einsatz.
Bei einer staubhaltigen Umgebung wird die Bauform AS mit einer zusätzlichen Staublippe verwendet.
Für Öltemperaturen bis 130°C können Wellendichtringe aus
FKM (Fluorkarbon-Kautschuk) eingesetzt werden.

 

Getriebedaten und Auslegung

LEBENSDAUER

Die Lebensdauer aller Getriebeelemente ist bei bestimmungsgemäßer Verwendung größer als 15.000 Stunden.
Voraussetzung ist, dass die  Auslegung und der Betrieb nach den Richtlinien des Kataloges erfolgt.

GERÄUSCHENTWICKLUNG

Die Geräuschentwicklung ist von vielen Faktoren abhängig.
Zum Beispiel von der Getriebegröße, der Drehzahl, Drehrichtung, Schmierung und Einbaulage.
Weitere wichtige Einflüsse ergeben sich aus den Aufstellungsbedingungen.

LEISTUNGEN UND DREHMOMENTE

Die Werte in den Leistungstabellen gelten für die Schmierung mit synthetischen Ölen.
Für die thermische Grenzleistung wird eine Schmierstofftemperatur von 90°C zugrunde gelegt.
Wenn durch besondere Maßnahmen (z.B. Ölkühler) ein Überschreiten der zulässigen Öltemperatur mit Sicherheit verhindert wird, kann auf die Überprüfung der thermischen Grenzleistung verzichtet werden.

In besonderen Fällen, z.B. bei sehr kurzer Laufzeit oder nur statischer Belastung, ist ggf. eine Erhöhung der zulässigen Drehmomente möglich.

Die in den Leistungstabellen aufgeführten, zulässigen Antriebs-Nennleistungen P1N und die Abtriebs-Nenndrehmomente T2N sind gültig für stoßfreien Betrieb, 10 Stunden tägliche Betriebsdauer, 10 Anläufe je Stunde.

Die thermischen Nennleistungen P1Nt bzw. Abtriebsdrehmomente T2Nt gelten für eine Umgebungstemperatur von 20°C und Dauerbetrieb.

Das maximale Abtriebsdrehmoment T2max darf in kurzzeitigen Belastungsspitzen häufiger erreicht, jedoch nicht überschritten werden.

Es werden die Betriebsbedingungen gemäß den Auslegungsfaktoren vorausgesetzt.

EINSCHALTDAUER ED

Als Einschaltdauer (ED) bezeichnet man ein maximal zulässiges Betriebsintervall eines Betriebsmittels, nach dem eine Ruhephase zu erfolgen hat, um das Betriebsmittel nicht zu beschädigen oder zu zerstören.
Die Nennbetriebsarten sind u. a. in der DIN VDE 0530-1 festgelegt.
Die Einschaltdauer kann dimensionslos als Prozentangabe (Verhältnis von Nutzungsdauer zum Beobachtungszeitraum) angegeben werden.
In der Regel wird ergänzend zur Prozentangabe der Nutzungszeitraum angegeben.
Wenn nicht, gilt als Nutzungszeitraum 10 Minuten. (Wikipedia)

VDE 0530-1 Betriebsart
S1 Dauerbetrieb, konstante Belastung
S2 Kurzzeitbetrieb, konstante Belastung
S3 Aussetzbetrieb ohne Einfluss des Anlaufens auf die Temperatur
S4 Aussetzbetrieb mit Einfluss des Anlaufens auf die Temperatur
S5 Aussetzbetrieb mit Einfluss des Anlaufens & Bremsen auf die Temperatur
S6 Durchlaufbetrieb mit Aussetzbelastung
S7 Dauerbetrieb mit Anlauf & Bremsen
S8 Dauerbetrieb mit Laständerung

VERWENDETE ABKÜRZUNGEN

Abkürzung [Einheit]   Benennung
  [N] Radialkraft
[N] Axialkraft
  [-] Ist-Übersetzung
  [-] Nenn-Übersetzung
  [kW] effektive Antriebsleistung
  [kW] effektive Abtriebsleistung
  [kW] zulässige Antriebs-Nennleistung mechanisch
  [kW] zulässige Antriebs-Nennleistung, thermisch
  [kW] korrigierte Antriebsleistung, mechanisch
  [kW] korrigierte Antriebsleistung, thermisch
  [Nm] Antriebsdrehmoment
[Nm] zulässiges Beschleunigungsmoment am Antrieb (Servo-Getriebe)
  [Nm] zulässiges Antriebsdrehmoment bei Notabschaltung (Servo-Getriebe)
  [Nm] effektives Abtriebsdrehmoment
  [Nm] zulässiges Beschleunigungsmoment am Abtrieb
  [Nm] zulässiges Abtriebs-Nennmoment, mechanisch
  [Nm] zulässiges Abtriebsdrehmoment bei Notabschaltung
  [Nm] zulässiges Abtriebs-Nennmoment, thermisch
  [Nm] korrigiertes Abtriebsdrehmoment, mechanisch
  [Nm] maximal zulässiges Abtriebsdrehmoment
  [Nm] korrigiertes Abtriebsdrehmoment, thermisch
  [Nm] Anlaufdrehmoment
  Massenträgheitsmoment
  Massenträgheitsmoment auf die schnell laufende Welle bezogen
Externe Massenträgheitsmomente auf Antriebswelle reduziert
  Massenträgheitsmoment des Motors
  schnell laufende Welle
    langsam laufende Welle
  [-] Betriebsfaktor
  [-] Anlauffaktor
  [-] Schmierfaktor
  [-] Temperaturfaktor
  [-] Einschaltfaktor
  [-] Massenbeschleunigungsfaktor
  [1/min] Drehzahl der schnell laufenden Welle
  [1/min] Drehzahl der langsam laufenden Welle
  [°C] Umgebungstemperatur
η [-] Wirkungsgrad
η‘ [-] Wirkungsgrad bei treibendem Schneckenrad

AUSLEGUNG

Berechnung von Leistung und Drehmoment

Zwischen der Leistung (P) dem Drehmoment (T) und der Drehzahl (n) bestehen folgende Zusammenhänge:
P1=T1*n1

n1=n2* i
P2=T2*n2
P1: Leistung wird der Welle zugeführt (Drehmoment und Drehrichtung haben den gleichen Drehsinn)
P2: Leistung wird entnommen (Drehmoment und Drehrichtung haben einen entgegengesetzten Drehsinn)
n1: Drehzahl der schnell-laufenden Welle
n2: Drehzahl der langsam-laufenden Welle
Die folgenden Formeln gelten für den (Normal) Fall, bei dem der schnell-laufenden Welle Leistung zugeführt wird
(die Welle N1 wird angetrieben): P2=P1*η
Erforderliche Antriebsleistung bei gegebenem Abtriebsdrehmoment und -Drehzahl der Arbeitsmaschine

templ_abb_formel_antriebsleistung_x2

Formel 1

Verfügbares Abtriebsdrehmoment bei gegebener Antriebsleistung und -Drehzahl der Antriebsmaschine

templ_abb_formel_abtriebsdrehmoment_x2

Formel 2

Bei der Auswahl der Getriebegröße müssen die Einflüsse denen das Getriebe später im Betrieb ausgesetzt wird, berücksichtigt werden.

Dies erfolgt durch die nachfolgend genannten Auslegungsfaktoren.

Die übertragbare Leistung bzw. das Drehmoment kann durch diese Faktoren verringert werden!
Zur Bestimmung der Getriebegröße ist die erforderliche Antriebsleistung oder das Abtriebsdrehmoment mit Hilfe der Betriebsfaktoren zu errechnen.

Durch die Formeln werden mechanische und thermische Einflüsse berücksichtigt.

Mechanisch:
P1m = P1*f1*f2*f3
T2m = T2*f1*f2*f3

Es gelten die Bedingungen:
P1m < P1N
T2m < T2N

Thermisch:
P1t = P1*f3*f4*f5

Es gelten die Bedingungen:
P1t < P1Nt
T2t < T2Nt

Auslegungsfaktoren (f1, f2, f3 f4, f5, f6)

Betriebsfaktor f1

Ermittlung der Belastungsgruppe fMB

templ_abb_formel_betriebsfaktor_x2

Gruppe Beispiele
< 0,25 G

geringe Belastung / ohne Stöße

Abfüllmaschinen, Elevatoren, leichte Förderschnecken, leichte Transportbänder, Gebläse, Kleinrührwerke, Kontrollmaschinen, Montagebänder, Werkzeugmaschinen-Hilfsantriebe, Zentrifugen, Verpackungsmaschinen.
< 3,00 M

mittlere Belastung / leichte Stöße

Haspeln, Rührwerke, Plattenbänder, Kalander, Lastenaufzüge, Mischer, Auswuchtmaschinen, schwere Transportbänder, Blechbiegemaschinen, Straßenbaumaschinen, Hobelmaschinen, Scheren, Extruder, Werkzeugmaschinenhauptantriebe, Knetmaschinen, Webstühle, leichte Rollgänge.
< 10,00 S

schwere Belastung / starke Stöße

Bagger, schwere Mischer, Pressen, Kollergänge, Walzwerke, schwere Rollgänge, Kaltwalzwerke, Steinbrecher, Exzenterpressen, Schneidköpfe, Abkantmaschinen, Gurtbandförderer (Stückgut), Entrindungstrommeln, Fahrwerke, Stanzen, Kolbenpumpen, Drehöfen, Mühlen, Blechwender.

Ermittlung des Betriebsfaktors f1

Antriebsmaschine Belastungsgruppe Betriebsstunden / Tag
<0.5 3 10 24
Elektromotor G 0.80 0.90 1.00 1.25
Hydraulikmotor M 0.90 1.00 1.25 1.50
Turbine S 1.00 1.25 1.50 1.75
Verbrennungsmotor G 0.90 1.00 1.25 1.50
4-6 Zylinder M 1.00 1.25 1.50 1.75
S 1.25 1.50 1.75 2.00
Verbrennungsmotor G 1.00 1.25 1.50 1.75
1-2 Zylinder M 1.25 1.50 1.75 2.00
S 1.50 1.75 2.00 2.25

 

Anlauffaktor f2

Anläufe je Std bis 10 10-60 60-500 500-1500
f2 1,0 1,1 1,2 1,3

Schmierfaktor f3

Syntheseöl Mineralöl Mineralöl
Kegelradgetriebe

Hypoidgetriebe

Schneckengetriebe

Schneckengetriebe Schneckengetriebe
Alle Größen Größe 040-080 Größe 100-200
f3 1,0 1,2 1,25

Temperaturfaktor f4

Der Faktor f4 berücksichtigt den Einfluss der Umgebungstemperatur

tu[°C] 10 20 30 40 50
 f4 0,9 1,0 1,15 1,4 1,7

Betriebsart / Einschaltdauerfaktor f5

templ_abb_formel_betriebsart_x2

In der Regel wird ergänzend zur Prozentangabe der Nutzungszeitraum angegeben.
Wenn nicht, gilt als Nutzungszeitraum 10 Minuten.

Betriebsart Einschaltdauer
S1 Dauerbetrieb größer als 60% der Zykluszeit oder länger als 20 Minuten
S5 Zyklusbetrieb Dabei ist die Einschaltdauer kleiner 60% vom Verfahrensvorgang und kleiner 20 Minuten

Grundsätzlich sind in allen Betriebsarten die Grenzwerte für Drehzahl, Drehmoment, Beschleunigung und Temperatur einzuhalten.

Ed in % 100 80 60 40 20
f5 1,0 0,95 0,86 0,75 0,56

Wartung und Inbetriebnahme

Hinweis zur Inbetriebnahme und Wartung entnehmen Sie der Betriebsanleitung.
Diese finden Sie im Internet unter www.atek.de/download.

Hier finden Sie auch Hinweise zur Maschinenrichtlinie 2006/42 EG.