Der spezialist für rechtwinklige Kraftübertragung

Schneckenradsätze

Wo der Einsatz eines Seriengetriebes nicht mehr sinnvoll ist, kommen ATEK-Schneckenradsätze zur Anwendung. Das Prinzip der Verzahnung – die Zylinderschnecke – ist bestens geeignet, geringe Einstellfehler bei der Montage ohne Wirkungsgrad- und Leistungsverlust zu verkraften.

Die Leistungstabellen und Berechnungsgrundlagen für die Schneckengetriebe können auch für die Größenbestimmung der Schneckenradsätze angewendet werden.

Gehäusetoleranzen
Um ein einwandfreies Tragbild zu erhalten und volle Leistungswerte übertragen zu können, müssen die Gehäuse mit folgenden Toleranzen gefertigt werden:

Größe 040 bis 050: Achsabstand 0,00 bis +0,03 mm
Größe 063 bis 125: Achsabstand 0,00 bis +0,04 mm
Größe 160 bis 200: Achsabstand 0,00 bis +0,05 mm
Zulässiger Achswinkelfehler: 0,015 / 100 mm

Lagerung
Für normale Beanspruchung empfehlen wir für die Schneckenwelle Schrägkugellager der Reihe 73 B, für die Abtriebswelle Rillenkugellager Reihe 60-62.

Für höhere Beanspruchungen, bei zusätzlichen Radialkräften und für spielarme Ausführungen sollten Kegelrollenlager für beide Lagerstellen vorgesehen werden.

Einbaurichtlinien
Die Lagerung der Schneckenwelle ist so einzustellen, dass sie im betriebswarmen Zustand spielfrei ist. Als Richtwert bei normal belasteten Getrieben bedeutet das, dass im kalten Zustand ein Axialspiel von 0.02-0.07 bei Schrägkugellagern, und 0.05-0.15 bei Kegelrollenlagern vorzusehen ist.

Einstellen des Tragbildes
Das Tragbild der Verzahnung ist mittig einzustellen. Es sollte grundsätzlich durch Eintuschieren überprüft werden. Nach dem Einstellen des Tragbildes sollte die Abtriebswellenlagerung spielfrei justiert werden.

Verdrehflankenspiel
ATEK-Schneckenradsätze sind so gefertigt, dass auch bei Erwärmung des Getriebes auf bis 100°C kein Klemmen der Verzahnung eintreten kann. Das bedeutet jedoch auch, dass im kalten oder halbwarmen Zustand ein entsprechendes Verdrehflankenspiel in der Verzahnung vorhanden ist.

Wenn eine spielarme Getriebe-Variante konstruiert werden soll, kann die Lagerung der Abtriebswelle in zwei Exzenterdeckeln vorgesehen werden. Die Deckel werden bei der Endmontage gemeinsam so verdreht, dass sich der Achsabstand im Gehäuse, welches mit einer Plustoleranz gefertigt wurde, auf eine Minustoleranz verändert und somit die Fertigungstoleranzen, die zu dem Verdrehflankenspiel führen, auf einen definierten Wert zurückgeführt werden.

Achtung! Bei der Einstellung der Spielarmut ist unbedingt zu beachten, dass es bei Erwärmung des Getriebes nicht zum Klemmen der Verzahnung kommt.

Typ SR

Typ SR